Am Freitag, den 21.08.2026 war in Essen Premiere.

Um Punkt 6:00 Uhr war Start für den 1. Rund um Essen-Borbeck Ultramarathon. Sechs gemeldete Teilnehmer waren pünktlich am Start und freuten sich auf einen schönen Lauf. Die ersten drei Kilometer blieb die Gruppe auf dem 23 km langen Rundkurs noch zusammen, welcher zweimal gelaufen werden musste. 

Die erste Runde war zum Kennenlernen, die zweite zum Genießen.

Zusammen ging es in Essen-Frintrop los. Parallel zur Stadtgrenze zu Oberhausen wurde das erste Stück durch einen schönen Grüngürtel gelaufen. Dass diese grüne Oase mal einer der größten Verladebahnhöfe Europas war, konnte keiner mehr erkennen. 

Weiter ging es dann zum Rhein-Herne-Kanal. Mal in Oberhausen, mal in Essen. Auf dem anderen Ufer sieht man Bottrop. Zwischendurch tuckert mal ein Binnenschiff an uns vorbei. Es ist herrlich, so ruhig und entspannend. Die Gruppe teilt sich langsam auf, aber weiter geht’s.

Nach einem kleinen Stück durch die Stadt und ein paar Ampeln geht es zwei Kilometer auf dem Berne Radweg weiter. Die Berne wird bald wieder ein sauberer Fluss sein. Sie ist der letzte Fluss, welcher noch renaturiert werden muss und noch Abwässer trägt.

Der Weg führt uns zur ehrwürdigen Hafenstraße in Essen-Bergeborbeck. Das Georg Melches Stadion dürfte vielen noch ein Begriff sein. Nach dem Neubau heißt das Fußballstadion einfach Stadion Essen. Wir laufen direkt an einer Tribüne vorbei.

Davor steht das Denkmal von Helmut Rahn. Er war nicht nur eine Ikone im Essener Fußball, sondern auch einer der Weltmeistermannschaft von 1954. Noch schnell ein Foto, aber die Gruppe ist nicht zu stoppen und läuft.

Weiter geht die Runde durch die Stadt, den nächsten Grüngürtel und wir sind am Niederfeld See. Ein schöner Ort in der dichtbesiedelten Stadt. Wir haben Blick auf den See und stehen vor einem Ausflugslokal. Vor 10 Jahren war hier noch eine Schotterwüste und tristes. Unglaublich wie sich hier alles gewandelt hat.

Weiter geht es auf den RS 1. Den Radschnellweg Nr. 1.

Dieser Radweg soll einmal 110 Km lang sein und von Duisburg bis Unna reichen. Quasi eine Radautobahn durch das Ruhrgebiet. Ein Prestigeprojekt der Politik. Fertigstellung sollte vor 10 Jahren sein. Knapp 15 km sind befahrbar. Auch das schaffen wir!

Wir laufen jetzt knapp 3 km auf der Radautobahn, bis ins Herz von Essen-Borbeck.

Vor unseren Füßen liegt die Dampfbierbrauerei. Ein Brauhaus mit herrlicher Küche und Biergarten, sehr zu empfehlen. Weiter zum Borbecker Schlosspark mit Schloss. Noch ein schönes Foto vor dem Wasserschloss aus dem 18. Jahrhundert.

Wir sehen eine Hochzeitsgesellschaft. Genau. Ein Standesamt darf in so einem schönen Gebäude nicht fehlen.

Die Runde geht langsam dem Ende zu. Es geht weiter durch den Park an der Schloss Quelle vorbei. Die Quelle des gleichnamigen Mineralwassers und weiter geht's. 

Wir müssen über eine große Kreuzung und es geht natürlich wieder ins Grüne. 

In das Hexbachtal. Die ganze Zeit schön Berg ab parallel zur Mülheimer Stadtgrenze Richtung Städtedreieck. An dieser Stelle kreuzen sich Mülheim a.d. Ruhr, Essen und Oberhausen. Nur Einheimische wissen hier wo sie sich gerade befinden.

So, jetzt noch das letzte Stück bis zum Start bzw. Ziel und die zweite Runde kann beginnen. Vorher noch am Kofferraum Verpflegung bunkern und dann die zweite Runde genießen bei idealem Marathonwetter. 

Auf dieser Runde teilte sich die Gruppe weiter, jedoch im Ziel bei Kilometer 46 trafen sich die meisten wieder. Gundi und Frederik haben sich noch etwas gedehnt und gewartet.

Ich kam mit Kerstin 10 Minuten später an. Wir hatten uns gefreut, dass unsere Mitstreiter noch da waren und so konnte ich allen noch persönlich die Medaillen umhängen. Nach etwas Fachsimpelei und einem gemeinsamen Finisherbier wurde dieser schöne Tag beendet und der Heimweg wurde angetreten.